RADONFOLIE

Sicherer Schutz vor radioaktivem Radon-Gas im Neubau

Hauptverantwortlich für den Transport des Radons aus dem Boden ins Hausinnere ist der „Kamineffekt“: Warme Luft, die im Haus aufsteigt, bewirkt im Keller und den unteren Stockwerken einen geringen, kaum spürbaren Unterdruck. Dadurch entsteht eine Sogwirkung vom Keller zum Dach. Radon breitet sich so im Gebäude und in den Stockwerken aus. Diese Sogwirkung kann durch Ventilatoren oder Öfen/Heizungen verstärkt werden. In der kalten Jahreszeit nimmt die Sogwirkung im Keller zu, da die Heizung betrieben wird.                       

Besonders entscheidend ist die „Undichte Gebäudehülle“: Wie viel Radongas ins Haus eindringen kann, hängt in erster Linie davon ab, wie dicht das Haus gegenüber dem Untergrund ist.

Undichten Stellen in der Gebäudehülle:

  • Risse und Fugen in Wänden und Böden
  • Schächte sowie Öffnungen für die Durchführung von Kabeln und Rohren
  • Kellerböden aus Erde oder Kies (Naturböden)

Baubiologen empfehlen für Gebäude eine Unterschreitung von 30 Bq/m3 oder tiefer, da das Minimierungsgebot gilt und man den größeren Teil des Lebens in geschlossenen Räumen verbringt. Die Europäische Union wird sich vermutlich auf 300 Bq/m3 festlegen.

 

Empfehlende Institution

Empfehlungswert in Bq/m³

bestehende Gebäude

Neubau

Kommission der Europäischen Union (EU), 1990 / 2009 (Entwurf)

400 / 300

200

Internationale   Strahlenschutzkommission (ICRP), 1993, 2007 / 2011

200 bis   600 / 300

Deutsche   Strahlenschutzkommission (SSK), 1994 / 2005

250

Weltgesundheitsorganisation   (WHO), 2009

100 (300)*

Internationale   Atomenergieorganisation (IAEO) 2010 (Entwurf)

300

 

*) Die WHO empfiehlt den Ländern einen Referenzwert von 100 Bq/m³ festzulegen. Sollte dieser Wert wegen der geogenen Bedingungen und vorhandener Bausubstanz nicht möglich sein, sollte der Referenzwert jedoch nicht oberhalb von 300 Bq/m³ liegen.
(http://www.umwelt.sachsen.de/umwelt/strahlenschutz/5222.htm)

Die Tabelle zeigt die derzeitigen Richt- und Grenzwerte für Jahresmittelwerte der Radonkonzentration in Wohnräumen der verschiedenen Länder. (Einheit Becquerel pro Kubikmeter)

Richt- und Grenzwerte Radonkonzentrationen

           

  

 

  

 Richtwerte  

  

 

  
Grenzwerte  

 

Neubauten

bestehende Gebäude

 

Baden-Württemberg, Bayern

250 Bq/m³

250 Bq/m³

-

Österreich

200 Bq/m³

400 Bq/m³

-

Schweiz

400 Bq/m³

400 Bq/m³

1000 Bq/m³

Südtirol

200 Bq/m³

400 Bq/m³

500 Bq/m³
  (für Arbeitsräume)

(Quelle: Bundesamt für Gesundheit, Schweiz)